Führungskräfteentwicklung - Ein Praxisbeispiel

Die Situationsbeschreibung

Basis der Tatkraft-Führungskräfteentwicklung ist die ausführliche Situationsbeschreibung des Unternehmens.

Hier ein Beispiel:

Die Situation

Der Vertrieb des Unternehmens besteht aus angestellten Mitarbeitern im Außen- und Innendienst. Die Aufgaben der Mitarbeiter haben sich durch die neuen Medien vom reinen Verkäufer zum Berater gewandelt. Aktuell wurde die Führungsstruktur optimiert. So wurde eine neue Vertriebsstruktur geschaffen, der Führungsaufgabe deutlich mehr Raum gegeben und klare Führungsgrundsätze eingeführt.

Heute setzen die Führungskräfte die Führungsgrundsätze noch nicht umfassend um. Es stellen sich nicht alle Führungskräfte auf den individuell zu führenden Mitarbeiter ein und Eindruck entsteht, dass die Führungskräfte noch zu weit weg von ihren Mitarbeitern sind. Führung erfolgt derzeit über Pauschalanweisungen. Einige der Führungskräfte neigen dazu, die eigenen Werte auf die zu führenden Mitarbeiter zu übertragen, statt deren Werte zu nutzen. Einige Führungskräfte fokussieren sich auf die Fehlervermeidung.

Das Ziel

Die Führungskraft setzt das Führungsverständnis um.
Sie ...

… nimmt die Menschen mit.
… führt aktiv und individuell.
… akzeptiert und nutzt die Werte der Mitarbeiter/innen.
… setzt die Beratungsstrategie um.
… nutzt einen konkreten Werkzeugkasten im Führungsalltag, um empfängerorientiert mit den
    Mitarbeiter/innen umzugehen und diese zielorientiert zu führen.

Die Maßnahme im Überblick

Prephase

Jeder Teilnehmer erstellt seine persönliche Werteinventur auf Basis des Reiss Profiles und erhält ein rund zweistündiges, individuelles Auswertungsgespräch mit einem zertifizierten und erfahrenen Reiss Profile Master.

Ich: In dieser Phase steht die einzelne Führungskraft im Mittelpunkt. Sie lernt sich besser kennen und erhält umfassende Informationen über den eigenen Wertehaushalt und das Thema Werte im Allgemeinen.

Seminarphase   

Inhaltlicher Überblick:

  • Einführung ins Thema „Leadership versus Management“
  • Führungsleitsätze des Unternehmens in der Praxis
  • Grundregeln für Führungskräfte
  • Wie gehe ich mit meinem Wertehaushalt um und wie berücksichtige ich den Wertehaushalt meiner Mitarbeiter?
  • "Brand“: Wie positioniere ich mich als Führungs-Marke?
  • Fallstudie Führungsstile
  • Motivation und ihre Folgen – Möglichkeiten und Grenzen: Konsequenz in der Führung
  • Individuelle Stärken und Schwächen nutzen: Wie gehe ich tolerant mit abweichenden Werten um?
  • Wie sieht meine Entwicklungsphilosophie aus?
  • Wie vermittle ich Botschaften empfängerorientiert?
  • Praktische Anwendungen aus dem Thema Energie
  • Wertschätzung schafft Wertschöpfung: Der individuelle Führungsalltag
  • Coaching als Führungskraft in der Praxis
  • Nachhaltigkeit: Individuelle Feedback Gespräche


Du: Hier geht es intensiv um die Betrachtung der zu führenden Mitarbeiter. Die Führungskraft erhält weitere Hilfsmittel, um sich intensiver mit dem Mitarbeiter als Menschen zu beschäftigen. Gleichzeitig reflektiert sie ihr Führungsverhalten und erhält Orientierung zur Erwartungshaltung des Unternehmens an die Führung im Alltag.

Praxisphase

•    Transferaufgaben
•    Hotline

Wir: Die Führungskraft erprobt die im Seminar besprochenen Inhalte in der Praxis – mit dem/der Mitarbeiter/in.

Follow up

1 Tag zur Umsetzungsüberprüfung und zur Absicherung der nachhaltigen Umsetzung

Sicherung: Hier werden die Inhalte abgesichert und die dauerhafte Umsetzung wird besprochen.

Die Details

Methodisch gibt es ein lernaktives Mix aus Vortrag, Diskussion, Moderation, Reflektion und praktischen Anwendungsübungen. Es werden Plenums-, Gruppen-, Partner- und Einzelarbeiten zur Anwendung kommen.

Jede Führungskräfteentwicklung ist so individuell wie das Unternehmen, das sie beauftragt ...

Hier ein Beispiel für mögliche Zielsetzungen. Die genauen Ziele und Inhalte stimmt die Tatkraft mit dem jeweiligen Unternehmen ab.

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Basisworkshop Führungsverständnis

Ziel

  • Die Teilnehmer kennen den Aufbau der Gesamtmaßnahme.
  • Sie haben verbindliche Regeln für den Umgang miteinander vereinbart.
  • Sie kennen die Erwartung der Geschäftsleitung an die Aufgaben als Führungskraft.
  • Sie haben ein gemeinsames Verständnis von Führung für das XY-Unternehmen.

Inhalte

  • Abstimmung der gemeinsamen Zielsetzung
  • Erläuterung der Vorgehensweisen
  • Umgang mit der Individualität
  • Klärung der individuellen Erwartungen
  • Verständigung auf einheitliche Regeln für den Umgang miteinander
  • Umgang mit bisherigen Führungsregeln/Verabschiedung
  • Auseinandersetzung mit den aktuellen Anforderungen an die Führung
  • Erarbeitung des gemeinsamen Führungsverständnisses
  • Vereinbarung der Transferaufgaben
  • Abstimmung der Mitarbeiterinformation

Transferphase     

 Vorbereitung auf das Modul Führungsmethodik

 

Führungsmannschaft als Team

Ziel

  • Die Führungskräfte verstehen sich als Team.
  • Sie kennen die Erwartungshaltung der Geschäftsleitung an die Führungsmannschaft.
  • Sie nutzen die gegenseitig vorhandenen Ressourcen und verstehen einander als Berater.
  • Sie pflegen einen offenen Umgang und sprechen positive wie negative Dinge an.
  • Sie begegnen einander mit Respekt und Toleranz.

Inhalte

Die Führungsmannschaft …

… reflektiert das vorangegangene Modul.
… erlebt sich als Team.
… klärt die Erwartungshaltung an interne Meetings.
… übt die Funktion der internen Consultants.
… erarbeitet, was jeder Einzelne für das Team tun kann und will.
… erstellt ein Soziogramm für die Führungsmannschaft.
… vereinbart Transferaufgaben.
… stimmt die Mitarbeiterinformation ab.

Transferphase     

Umsetzung der Inhalte in der beruflichen Praxis.

Führungsmethodik

Ziel

Die Führungskräfte …

… verfügen über die gleichen Führungsinstrumente.
… kennen Lösungswege für die wesentlichen Führungssituationen.

Inhalte

Die Führungsmannschaft …

…  reflektiert das vorangegangene Modul.
…  beschäftigt sich mit der Bestandsaufnahme vorhandener Führungsinstrumente.
…  lernt Lösungswege für wesentliche Führungssituationen kennen und probiert
     diese aus.
…  beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen zur Führung.
…  vereinbart Transferaufgaben.
…  stimmt die Mitarbeiterinformation ab.

Transferphase     

Die Teilnehmer erproben die Inhalte am Arbeitsplatz.

Individuelle Werteinventur

Ziel

Die Führungskräfte …

… setzen sich individuell mit ihren Antrieben, Werten und Wertvorstellungen
    auseinander.
… erfahren mehr über die menschlichen Antriebe.

Inhalte

Die Führungskraft …

…  erstellt ein gestütztes Selbstbild des individuellen Wertehaushalts.
…  erhält eine konkrete – und vertrauliche – Rückmeldung auf die individuellen
     und wertneutralen Ausprägungen in 16 Lebensmotiven.
...  erhält Transferaufgaben.

Transferphase     

Die Teilnehmer setzen die Inhalte im persönlichen Funktionsfeld um.

Mitarbeitergespräche stringent erfolgreich führen

Ziel

 

Die Führungskräfte …

… führen Mitarbeitergespräche empfängerorientiert und individuell.
… nutzen eine konkrete Gesprächsstruktur.
… haben Lösungswege auch für schwierige Gesprächssituationen.
… bereiten Mitarbeitergespräche gezielt vor.
… erkennen und berücksichtigen die Motive der Mitarbeiter.
… gehen bewusst mit Lob, Anerkennung, Kritik und Tadel um.

Inhalte

Die Führungsmannschaft …

…  reflektiert das vorangegangene Modul.
…  betrachtet die 16 Lebensmotive und ihre Auswirkung auf die
     Mitarbeitergespräche.
…  beschäftigt sich mit konkreten Gesprächsstrukturen.
…  erhält das Handwerkszeug zur gezielten Gesprächsvorbereitung.
…  arbeitet mit praktischen Beispielen und probiert Gespräche aus.
…  beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen zur Führung.
…  vereinbart Transferaufgaben.
…  stimmt die Mitarbeiterinformation ab.

Transferphase     

Die Teilnehmer setzen die Inhalte in der beruflichen Praxis um.

Ziele/Konsequenz

Ziel

Die Führungskräfte …

… haben ein gemeinsames Konsequenzverständnis.
… führen Zielvereinbarungs- und Abgleichgespräche stringent.
… reflektieren und optimieren den Zielvereinbarungsprozess.

Inhalte

Die Führungsmannschaft …

…  reflektiert das vorangegangene Modul.
…  beschäftigt sich mit der Konsequenz in der Führung.
…  setzt sich mit dem „inneren Schweinehund“ auseinander.
…  erhält Handwerkszeug zur Zielplanung.
…  reflektiert und optimiert den unternehmensinternen Ziel-
     planungsprozess.
…  arbeitet mit praktischen Beispielen und probiert Gespräche aus.
…  beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen zur Führung.
…  vereinbart Transferaufgaben.
…  stimmt die Mitarbeiterinformation ab.

Transferphase     

Vorbereitung einer praktischen Teamsitzung

Führung von Teams / Gruppendynamik

Ziel

Die Führungskräfte …

… steuern gruppendynamische Prozesse erfolgreich.
… integriert ruhige und sehr aktive Teammitglieder.
… nutzen das kreative Potenzial der Mitarbeiter.
… nutzen ein angemessenes methodisches Repertoire im Umgang
    mit Gruppen.

Inhalte

Die Führungsmannschaft …

…  reflektiert das vorangegangene Modul.
…  beschäftigt sich mit der Gruppendynamik.
…  erarbeitet Wege, um ruhige und sehr aktive Teilnehmer zu integrieren.
…  lernt Kreativitätsmethoden kennen.
…  erhält das notwendige methodische Repertoire für den Umgang mit Gruppen.
…  arbeitet mit praktischen Beispielen und probiert Teamsitzungen aus.
…  beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen zur Führung.
…  vereinbart Transferaufgaben.
…  stimmt die Mitarbeiterinformation ab.

Transferphase    

Umsetzung in der Praxis am Arbeitsplatz

Rollenklärung/Abrundung

Ziel

Die Führungskräfte …

… gleichen die möglichen Rollen der Führungskraft mit dem eigenen Verhalten ab.
… nutzen ein geklärtes Führungsverständnis.
… reflektieren den Gesamtprozess.

Inhalte      

Die Führungsmannschaft …

…  reflektiert das vorangegangene Modul.
…  beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Rollen und Verhaltensweisen
     einer Führungskraft.
…  gleicht die verschiedenen Rollen mit dem eigenen Verhalten ab.
…  reflektiert den Gesamtprozess und vereinbart die weitere Umsetzung in
    der Praxis.
…  arbeitet mit praktischen Beispielen und probiert Gespräche aus.
…  beschäftigt sich mit aktuellen Fragestellungen zur Führung.
…  stimmt die Mitarbeiterinformation ab.