Engagement am Arbeitsplatz

Die Gallup Studie­ beschäftigt sich mit dem Engagement der Arbeitnehmer/innen am Arbeitsplatz.

Es wird deutlich, dass der Personalauswahl eine wesentliche Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens zugerechnet werden kann.

Das Motto: "richtig auswählen statt heilen" ist die Basis.

  • Nahezu neun von zehn Arbeitnehmern hierzulande verspüren keine echte Verpflichtung gegenüber ihrer Arbeit.
  • Fast drei Viertel der Beschäftigten machen lediglich Dienst nach Vorschrift
  • Fast jeder fünfte Arbeitnehmer hat die innere Kündigung bereits vollzogen. Dabei gibt es keinen nennenswerten Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland.
  • Nur 13 Prozent der Mitarbeiter hierzulande weisen eine hohe emotionale Bindung zum Arbeitsplatz auf (2003: 12 Prozent).
  • Als Folge des niedrigen Engagement-Niveaus (hoher Fehlzeiten, niedriger Produktivität u.a.) ergibt sich ein gesamtwirtschaftlicher Schaden zwischen 234 und 245 Milliarden Euro.
  • Der Anteil der Arbeitnehmer in Deutschland, die eine hohe emotionale Bindung an ihre berufliche Aufgabe aufweisen, fällt mit 13 Prozent deutlich geringer aus als in anderen Ländern.
  • Das Verhältnis der Deutschen zur Arbeit ist trotzdem positiv. Das Problem ist laut Studie weitestgehend "hausgemacht" und geht auf schlechte Führung in den Unternehmen hierzulande zurück.
  • Bei den Firmen mangelt an Anerkennung und Lob für gute Arbeit, dabei ist dies ein ganz entscheidender Motivationsfaktor für Mitarbeiter.
  • Besonders dann, wenn die eigene Meinung im Arbeitsalltag und bei Problemlösungen kein Gehör findet, macht sich mit der Zeit Resignation breit. Die Beschäftigten haben beanstandet, dass sich niemand im Unternehmen für sie als Mensch interessiert, die Förderung der individuellen Entwicklung auf der Strecke bleibt, kein regelmäßiges Feedback über persönliche Fortschritte gegeben wird und ihre Meinung und Ansicht kaum Gewicht haben.
  • Schließlich geben die Arbeitnehmer an, eine Position auszufüllen, die ihnen nicht wirklich hundertprozentig liegt.
  • Der Aussage "Ich habe das Gefühl, dass das Arbeitsumfeld in meiner Firma mir hilft, produktiv zu sein" stimmten zwei Drittel der Beschäftigen mit einer hohen emotionalen Bindung vollständig zu, wohingegen die Vergabe der Spitzenbewertung durch Personen ohne emotionale Bindung verschwindend gering ausfällt (1 Prozent).
  • Arbeitnehmer/innen mit einer geringen emotionalen Bindung am Arbeitsplatz fehlen zwei Tage mehr pro Jahr als diejenigen, die eine hohe emotionale Bindung aufweisen. Beschäftigte ohne emotionale Bindung fehlen sogar vier Tage mehr.
  • Arbeitnehmer/innen mit einer hohen emotionalen Bindung am Arbeitsplatz äußern sich positiver über das Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen als Arbeitnehmer/innen ohne emotionale Bindung. Sie sind es auch, die ihren Arbeitsplatz eher weiterempfehlen würden und sich ihrem Arbeitgeber gegenüber als treuer erweisen.
  • Mitarbeiter/innen mit einer hohen emotionalen Bindung am Arbeitsplatz sind eher als jene ohne emotionale Bindung zufriedener mit ihrem Arbeitsplatz, sie haben mehr Spaß bei der Arbeit, sind weniger gestresst, bezeichnen ihre Lebensumstände eher als hervorragend und sind eher mit ihrem Privatleben zufrieden.
  • Die Unternehmen hierzulande sollten sich daher dringend um die Bindung ihrer Mitarbeiter/innen kümmern - der Bindungsgrad hat Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg.

Quelle: Gallup Institut